• CZ
  • EN
  • DE
  • PL
Žižkovo nám. 3, 506 01 Jièín
Recepce:
tel: +420 493 532 750
tel: +420 720 997 605
Bowling:
tel: +420 602 544 975

Das Hotel trägt den Namen der Hauptstadt Frankreichs. Früher war das Hotel ein Rasthaus. Bis heute steht es auf dem Žižka-Platz vor dem Valdicer Tor in Jièín. Wahrscheinlich ist es das älteste immer bestehende gastronomische Unternehmen in der Stadt.

hotel paøíž jièín

Hotel Paøíž ist ein groβes Haus, zu ihm gehören nicht nur das Restaurant, sondern auch Bowling, Café, Lebensmittelgeschäft und von den Menschen der Stadt sehr beliebte Kantine.

Am Anfang des Rasthauses war ein groβer Brand

Vladimír Úlehla , Gymnasiallehrer und Kenner der Geschichte von Jièín, kennt die Geschichte des Hotels Paøíž am besten. Mit unserem Hotel sind verbunden Namen von Klang aus der tschechischen Historie: T. G. Masaryk, Jaroslav Vrchlický und Antonín Dvoøák.

An Stelle des Hotels stand bis 22. April 1836 die Pfefferküchlerei von Frau Saal. An diesem Tag brach das Feuer aus, verbreitete sich auf andere Häuser und machte sie kaputt. Der Brand war jedoch der Anfang der Geschichte des zukünftigen Rasthauses. An der Brandstätte begann Augustin Just aus Arnau (Hostinné), der Mann der Besitzerin der Pfefferküchlerei zu arbeiten. Er baute hier das einstöckige Rasthaus. Es hat den Händlern gedient, die zum regelmäβigen Markt am Stadtplatz fuhren.

Das Rasthaus bekam den klangvollen Namen An der Stadt Hamburg (U mìsta Hamburku). Aber das Gebäude war nicht so prachtvoll. Es hatte nur die Grundmauerung, Bedachung und das Erdgeschoss hatte nur einfache Einrichtung zum Betreiben des Gewerbes. „Das Gebäude wurde schlecht gebaut, bald verlor es seine Festigkeit. Dem Besitzer bereitete es nur Sorgen. Die Wölbung der Durchfahrt für die Pferde in den Hof des Rasthauses was so bröcklig, dass die Wölbung nach Historiker bis 1870 zweimal gefallen ist.“ So steht es im Artikel über die Geschichte des Hotels in der hiesigen Zeitung.

Im Jahre 1870 verwaltete das Rasthaus Eduard Pompe, Braumeister aus Vokšice. Dieser änderte die Einfahrt in das Rasthaus in ein Lokal. Im Jahre 1876 erwarb das Rasthaus Ervín Schlick. Zu dieser Zeit war das Hotel das Zentrum des gesellschaftlichen Lebens in Jièín. Im Jahre 1892 baute Schlick dazu an Stelle der ausgebrannten Scheune noch einen Hinterflügel mit weiteren Zimmern. Hier entstand auch das Restaurant Batalion im Kellerraum.

Im Saal spielte Antonín Dvoøák und T. G. Masaryk hielt hier Vorträge

Zum Ruhm des Hotels Hamburg trug vor allem der Saal im ersten und zweiten Stock bei. Da wurden Spaβkultur, Vorträge Theaterstücke und Bälle veranstaltet. Im Jahre 1892 setzte sich ans Klavier sogar Antonín Dvoøák und mit seinem Trio führte er sein Konzert auf. Es war im Rahmen der Tournee, als er sich von Tschechen verabschiedete vor seinem Engagament in den USA. Gerne hielt hier seine Vorträge auch beliebter Übersetzer und Dichter Jaroslav Vrchlický, Autor des zeitlosen Buches Noc na Karlštejnì.

Im Jahre 1905 hatte hier T. G. Masaryk eine Reihe von Vorträgen. „Sie fanden im Januar statt, jede Woche. Masaryk kam immer mit dem Zug und noch am selben Tag fuhr er zurück nach Prag. Bei den Veranstalter stellte er seine Bedingung mindestens eine Stunde nach der Diskussion Ruhe zu haben,“ so Úlehla.

Das ehemalige Hotel Hamburg war auch das erste Gebäude in Jièín, woher deutsche Aufschriften bei nationalen Unruhen im Jahre 1897 verschwanden. Damals zogen die Nationalisten aus Böhmen gegen deutsche jüdische Kaufleute. Die Nationalisten wollten die Gleichstellung der tschechischen Sprache beim inneren Amtsverhältnis. Sie versammelten sich auch vor dem Hotel Hamburg. In Händen hatten sie Steine und bereiteten sich schon vor sie in die Fenster zu werfen. Der Graf Ervin Schlick sah es jedoch voraus und lieβ deutsche Aufschriften entfernen. Die Menschenmenge von böhmischen Nationalisten aus Jièín stürmte also gegen andere Unternehmer und Institutionen an. Die Steine zerbrachen z. B. viele Fenster in der jüdischen Schule.

Interessant ist auch die Geschichte der Namen des Rasthauses. Das ursprüngliche Rasthaus trug zuerst den Namen „An der Stadt Hamburg“, später nur „Hamburg“. Nach der Entstehung der Tschechoslowakei im Jahre 1918 bekam das wesentlich erweiterte Gebäude des Hotels den Namen „Paø힓. Im Verlauf der deutschen Besatzung kam die Stadt Hamburg in den Namen des Hotels zurück.

Und nach dem Krieg? Das Hotel bekam den Namen Stalingrad! „Jedoch nicht einmal dieser Namen blieb dem Hotel für immer. Nach den Gräueltaten des sowjetischen Diktators zerbrachen sich die damaligen Besitzer des verstaatlichen Hotels den Kopf nicht über das Suchen nächster Stadt in den Namen des Hotels. Von den Buchstaben des Namens Stalingrad wurde der Name Astra gebildet. Der Name des Hotels blieb bis 1990, und die neuen Besitzer brachten die Hauptstadt Frankreichs in den Namen zurück,“ so Kenner Vladimír Úlehla.

Im Jahre 1993 wurde das im Sozialismus zerstörte Hotel von Karel Formánek und Jaroslav Èervený gekauft. Sie begannen mit der Rekonstruktion des Hotels und sie wurde erst vor kurzem zu Ende gebracht. Die Bierstube Batalion wurde ins ehemalige Kohlenlager vergröβert. Bei der Rekonstruktion wurden in diesem kombinierten Haus unglaubliche Sachen gefunden, z. B. einen Meter breiter Luftzug. Manche dachten, dass dort jemand eingemauert ist. Es wurden Wasserleitungsrohre gefunden, die nirgendwohin führten. Die Hälfte der Decken wurde eingestürzt. Kein Zimmer hatte ein Bad,“ so Karel Formánek.

Der Batalion-Mieter Jiøí Hnízdo bejaht. Das, was wir beim Aufräumen des Dachbodens fanden, war unglaublich. Die Putzfrauen gaben dorthin z. B. Müll, wenn sie keine Lust hatten den Mülleimer in die Mülltonne hinunterzutragen,“ sagt der Mann, der heute die Bierstube des Hotels Paøíž betreibt. Diese entstand 1937 aus dem ehemaligen Pferdestall.

Das Hotel ist heute fast wie neu. Es hat 33 Zimmer, von denen mehr als eine Hälfte über eigenes Bad und WC verfügt. Kommen Sie und sehen Sie selbst, wie das renovierte Hotel aussieht.
www.Hotel-Pariz-Jicin.cz